6 Praxis-Tipps: Google Ads Qualitätsfaktor

Ihr Ziel ist es immer, Gewinn zu machen. Auf diesem Weg kann der Google Ads Qualitätsfaktor immer nur ein Zwischenschritt oder ein Hinweis darauf sein, wie Sie es besser machen könnten. Als diesen sollten Sie ihn ansehen, derart sollten Sie die besprochenen Maßnahmen einsetzen. Der Qualitätsfaktor selbst ist jedoch nie das Ende des Weges.

Die Einflüsse des Qualitätsfaktors werden falsch verstanden und unterschätzt. Mithilfe dieses Artikels bekommen Sie einen Einblick in die Funktionsweise der Metrik, welche ein intransparenter Bestandteil in Google Ads Konten ist. Sie gewinnen einen Überblick über die wichtigsten Einflussfaktoren zur Berechnung des Qualitätsfaktors.

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Was ist der Qualitätsfaktor?

Der Qualitätsfaktor zeigt auf einer Skala von 1 – 10, wie hilfreich eine Anzeige und die dahinterstehende Landing Page für eine spezifische Suchanfrage in Google ist. Google berechnet ihn aus verschiedenen Faktoren.

Wieso sollte man den Google Ads Qualitätsfaktor optimieren?

Der Google Ads Qualitätsfaktor entscheidet mit darüber, wie hoch eine Anzeige auf den Werbeplätzen geschaltet wird. Er ist ein Indiz für die Relevanz einer Anzeige. Ein höherer Qualitätsfaktor spricht für ein höheres Übereinstimmen einer Suchanfrage mit dem Keyword einer Anzeige. Google versucht, die Übereinstimmung zwischen Suchanfrage und geschalteten Werbeanzeigen hoch zu halten, um Usern eine bestmögliche Nutzererfahrung zu bieten. Werbende werden für hohe Qualitätsfaktoren mit günstigeren Klickpreisen honoriert.

Grundsätzlich gilt: ein Qualitätsfaktor unter 5 ist zu niedrig. Als Werbetreiber ist es unmöglich, für jedes Keyword einen Qualitätsfaktor 10/10 zu erreichen. Dennoch gelten hohe Punktzahlen als dauerhaftes Ziel.

Hat der Qualitätsfaktor Einfluss auf die Schaltung meiner Anzeigen?

Der Qualitätsfaktor wirkt auf zwei Arten auf eine Anzeige. Erstere Wirkungsweise führt dazu, dass Anzeigen mit sehr schlechtem Qualitätsfaktor (meistens bei QF unter zwei) nicht geschaltet werden.

Die zweite Wirkungsweise liegt in der Mitbestimmung des CPCs. Ein schlechter Qualitätsfaktor bedeutet ein Steigen der Preise, die für Keywords geboten werden müssen. Anderenfalls werden Anzeigen gar nicht mehr oder nur noch in sehr niedrigen Positionen geschaltet.

Beeinflusst der Qualitätsfaktor den Rest meines Kontos?

Vermutungen besagen, Google führe eine Kontohistorie. Hier sollen Qualitätsfaktoren vergangener Kampagnen berücksichtigt werden, um einen Qualitätsfaktor der aktuellen Kampagne zu bestimmen. Die Richtigkeit dieser Aussagen ist ungeklärt. Es ist nicht feststellbar, inwiefern der Qualitätsfaktor den Rest des Kontos beeinflusst.

Welche Faktoren beeinflussen den Qualitätsfaktor?

Drei wesentliche Bestandteile und Metriken beeinflussen die Berechnung des Qualitätsfaktors durch Google:

Voraussichtliche Klickrate: Die voraussichtliche Klickrate wird aus der bisherigen Leistung des Keywords auf dieser Position der Anzeige skizziert. Ihre Prognose sagt aus, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass das Keyword zu einem Klick führt. Hier wird angenommen, dass Suchbegriff und Keyword übereinstimmen. Folgt auf eine Suchanfrage die Schaltung Ihrer Anzeige, berechnet Google die Klickrate aus dem gesuchten Begriff, der Art des Geräts und anderen Faktoren.

Anzeigerelevanz: Taucht das Keyword aus der Suchanfrage ein- oder mehrfach in der Anzeige und/oder Zielseite auf, wird sie von Google als relevant eingestuft. Der Qualitätsfaktor steigt.

Nutzererfahrung mit der Zielseite: Durch das Betrachten der Nutzererfahrung mit der Zielseite will Google sicherstellen, dass die Anzeige zu einer Seite führt, die dem Suchinhalt entspricht. Ist auf der Zielseite viel Zeit nötig, um nach dem Wunschprodukt oder -service zu suchen, wird ein potentieller Kunde die Seite wahrscheinlich unzufrieden verlassen.

Wie verbessere ich den Qualitätsfaktor meiner Keywords/Anzeigen?

Um den Qualitätsfaktor eigener Keywords und Anfragen zu verbessern, ist es sinnvoll, die drei Hauptfaktoren als Ganzes zu sehen. Diese beeinflussen sich häufig gegenseitig. Im Folgenden werden verschiedene Optimierungsansätze und ihre Einflüsse auf die Kernelemente erläutert.

Anzeigen + Keywords matchen

Eine Verbesserung des Qualitätsfaktors lässt sich durch Überprüfen der Kohärenz zwischen Keywords und geschalteten Anzeigen erreichen. Findet ein User die von ihm in der Suchanfrage eingetragenen Keywords im Anzeigetext, steigt die Klickwahrscheinlichkeit. Der Qualitätsfaktor wird erhöht, da Google die Anzeige als relevant erkennt.

Anzeigegruppen auffächern

Die Abstimmung zwischen Anzeige und Suchbegriff wird verbessert, wenn Sie aus Anzeigegruppen mit vielen oder allgemeinen Keywords einzelne Anzeigegruppen erstellen. Diese richten sich thematisch nach einem oder wenigen Keywords. Dieses „Single Keyword Ad Groups Prinzip“ (SKAGs) bezeichnet eine gleichermaßen effektive wie zeitintensive Methode zu Erhöhung der Klickrate.

Landing Page optimieren

Neben der Zielseite der Anzeige kann man für einzelne Keywords eine Landing Page festlegen. Dies ist vor allem bei allgemeinen Anzeigegruppen oder verschiedenen Versionen eines Produkts auf unterschiedlichen Seiten hilfreich. Separate Landing Pages für einzelne Keywords werden in der Spalte „Finale URL“ angegeben.

Suchanfragenbericht

Suchanfragenberichte bieten eine Methode zur Verbesserung der Performance einer Anzeige. Sie werden von Google zur Verfügung gestellt. Indem Sie Begriffe, die Nutzer suchten, bevor sie auf Ihre Anzeige klickten, als Keywords einsetzen, werden Ihre Anzeigentexte relevanter. Sie finden die Suchanfragenberichte im „Keywords“ Tab neben den auszuschließenden Keywords.

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