Google Anzeigen-10 Tipps, die sofort Wirkung zeigen

Google Anzeigen sind nicht jedermanns Sache. Manche Online-Anbieter meinen, ihre Kosten stünden in keinem vertretbaren Verhältnis zu ihrem Ergebnis. Das muss nicht sein. Denn wer die richtigen Einstellungen kennt, erreicht mit Google Ads Kampagnen seine Zielgruppe punktgenau – und das bei erfreulich geringen Kosten. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten müssen, damit Ihre Google Anzeigen auch mit einem geringen Budget erfolgreich sind.

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Werbetreibende fragen sich, wie hoch die Investitionen in das Programm Google Ads ausfallen sollten, um die eigenen Ziele zu erreichen. Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. Für den einzelnen Vermarkter spielen unter anderem diese Faktoren eine Rolle:

  • Branche und Wettbewerb
  • Saison
  • verwendete Keywords
  • Aufbau der eigenen Webseite
  • Einstellungen in den Kampagnen der Google Ads

Trotz der Unterschiede zwischen einzelnen Firmen und Branchen gibt es einen ungefähren Durchschnittswert: Sehr viele Werbetreibende investieren pro Monat rund 300 bis 500 Euro in die Google Ads. Das bedeutet aber nicht, dass diese Unternehmen damit alle den gleichen Erfolg haben. Sie planen nur alle in etwa dasselbe Budget für die Google Ads ein.

Wie funktionieren die Google Ads?

Das Anzeigensystem von Google wird nach dem CpC-Modell abgerechnent (Cost-per-Click). Sie bezahlen nicht für das Erscheinen Ihrer Anzeige, sondern für den Klick darauf. Den Preis für den Klick können Sie selbst festlegen und auch dauernd anpassen. Wenn Sie beispielsweise der Meinung sind, dass Ihre Kundschaft zu bestimmten Tages- und Wochenzeiten eher nach Ihren Produkten sucht, erhöhen Sie zu diesen Zeiten den Klickpreis. Dadurch wird Ihre Anzeige weiter vorn in der Google-Suche platziert. Sie können sich auch den ersten Platz kaufen. Doch es ist immer zu überlegen, inwieweit sich das lohnt, denn schließlich wollen Sie Ihre Werbekosten durch Verkäufe auch wieder einspielen. Darüber hinaus beeinflusst die Gestaltung der Anzeige (unter anderem die Verwendung der richtigen Keywords) ebenfalls deren Platzierung. Gut gestaltete Anzeigen ranken also auch mit niedrigeren Klickpreisen höher. Das bedeutet: Wenn Sie mit dem Programm Google Ads richtig umgehen bzw. eine professionelle Agentur damit beauftragen, sparen Sie Geld.

Wie ermitteln Sie das nötige Monatsbudget für die Google Ads?

Sie möchten entscheiden, wie viel Geld Sie für die Google Ads einplanen sollten. Prinzipiell können Sie entweder ein fixes Budget festlegen, dass Sie sich aus gegenwärtiger Sicht immer leisten können, oder das Budget von bestimmten Kennzahlen ableiten. Das könnten die gewünschte Zahl neuer Kunden oder eine gewünschte Umsatzhöhe sein. Hilfreich ist ein Realitätscheck für das benötigte Budget. Anhand eines Beispiels lässt sich dieser gut erklären. Unsere Werbetreibende soll eine Berliner Hypnosetherapeutin sein, die für sich ein Monatsbudget von 200 Euro für die Google Ads festlegt. Der Check funktioniert so:

  • #1: Die Therapeutin ruft das kostenlose Keyword-Tool für die Google Ads auf. Dort gibt sie ein wichtiges Keyword ein. In der Spalte für den CpC erscheint nun ein Schätzpreis für dieses Keyword. Im genannten Beispiel wären es 0,93 Euro für das Keyword „Hypnosetherapie Berlin“.
  • #2: Die Spalte „Volume“ im Google-Tool zeigt das durchschnittliche monatliche Suchvolumen für die betreffende Region an. In diesem Fall könnten es 1.120 Suchanfragen pro Monat sein. Es handelt sich um einen Schätzwert!
  • #3: Die Berechnung der erfolgt durch die Division der monatlichen Suchanfragen durch die geschätzte Klickrate, die wir im genannten Beispiel bei 10 % vermuten. Das würde bedeuten, bei 1.120 Suchanfragen erhält die Werbetreibende 112 Klicks pro Monat. Wenn der Klick 0,93 Euro kostet, bezahlt sie 104,16 Euro für das Keyword „Hypnosetherapie Berlin“.
  • #4: Das Budget lässt sich nun durch die Hinzunahme weiterer Keywords ausschöpfen. Das könnte in diesem Fall vielleicht der Begriff „Raucherentwöhnung mit Hypnose“ (in Berlin) sein. Wahrscheinlich wird damit das Budget von 200 Euro in etwa ausgeschöpft.

Die meisten Werbetreibenden nutzen nicht nur ein oder zwei, sondern ein Dutzend Keywords oder mehr. Daher ergeben sich in der Praxis meistens höhere Budgets. Viele Nebenkeywords generieren aber nicht sehr viele Klicks, daher genügen nach diesem Check oft 500 Euro. Auf die Nebenkeywords sollten Sie trotzdem nicht verzichten.

Was passiert, wenn das Tool ein höheres Budget ermittelt?

Es könnte sein, dass Sie gern rund 10 Keywords unterbringen möchten, für die bei einem ermittelten Klickpreis und den geschätzten monatlichen Klicks Ihr Budget nicht ausreicht. Sie können damit auf dreierlei Weise umgehen:

  • #1: Sie erhöhen Ihr Budget.
  • #2: Sie senken den gebotenen Klickpreis. Damit erscheint Ihre Anzeige weiter unten.
  • #3: Sie reduzieren die Zahl der Keywords.

Welche der Strategien erfolgreich ist, hängt von der Branche ab. Die Zahl der monatlichen Klicks schätzt das Google-Tool. Vielleicht verschätzt es sich, weshalb Sie auf ein bislang wenig beachtetes Nebenkeyword deutlich mehr Klicks erhalten. Man kann mit den Google Ads aber viel experimentieren, um die geeignete Einstellung zu ermitteln. So lassen sich unter anderem Regionen oder auch bestimmte Keywords ausschließen, um nicht zu viel für Klicks zu bezahlen, mit denen Sie am Ende nichts anfangen können, weil Sie diese Kundengruppen nicht bedienen. Kombinationen von Keywords bzw. Longtail-Keywords sind ebenfalls eine großartige Steuerungsmöglichkeit bei den Google Ads.

Conversion-Rate der Google Ads

Nach den bisherigen Aktionen haben Sie zunächst Klicks auf Ihre Anzeigen. Nun kommt es darauf an, dass diese Interessenten zu Kunden konvertieren. Den Anteil der tatsächlichen Kunden (oder wenigstens qualifizierten Leads) gegenüber den Interessenten bezeichnet man als Conversion-Rate. Diese beträgt 1 bis 3 %. Das ist der Anteil der zahlenden Kunden in Relation zu den Klicks. Im vorliegenden Fall unserer Berliner Hypnosetherapeutin wären es bei angenommenen 3 % und 112 Kunden allein auf das Keyword „Hypnosetherapie Berlin“ genau 3,36 Kunden, für die sie 104,16 Euro bezahlt hat. Wenn sie pro Kunde einen Umsatz von 300 Euro generiert, hat sich die Anzeigenschaltung mehr als gerechnet: Für den Einsatz von reichlich 100 Euro an Werbungskosten hat sie reichlich 1.000 Euro Umsatz generiert. Allerdings sind die Werbungskosten nicht ihre einzigen Kosten. Jedoch ist ein Anteil von 10 % Werbungskosten vollkommen in Ordnung.

1. Gibt es treffende Suchbegriffe für Ihr Angebot?


Google kann nur Ergebnisse liefern, wenn die Suchbegriffe Ihrer potenziellen Kunden mit den Keywords übereinstimmen, die Sie Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung zugeordnet haben. Das setzt voraus, dass Ihre Zielgruppe schon eine Vorstellung vom Nutzen des Angebots hat. Nach einem Angebot, dessen Nutzen noch niemand kennt, wird vermutlich auch niemand suchen.

Falls Ihr Angebot neu und noch unbekannt ist, empfiehlt es sich daher, zunächst mit einer Displaykampagne darauf aufmerksam zu machen. Sie weckt mit animativen Bildern und plakativen Bannern das Interesse Ihrer Zielgruppe.

2. Wählen Sie den richtigen Kampagnentyp


Entgegen der Empfehlung, die Einstellung „Suchnetzwerk mit Displayauswahl“ zu wählen, sollten Sie in den Kampagneneinstellungen lediglich das Suchnetzwerk aktivieren. Damit vermeiden Sie, dass Ihre Anzeige auf anderen Webseiten erscheint, wo sie erfahrungsgemäß wenig Aktivitäten auslösen würde. Viel effizienter ist dagegen der Eintrag in der Google-Suche.

3. Vermeiden Sie Suchnetzwerke

Deaktivieren Sie bei den Einstellungen die Option „Google Suchnetzwerk-Partner einbeziehen“. Dann erscheint Ihre Google Anzeige ausschließlich in der Google-Suche und nicht in Partner-Suchnetzwerken, wo sie deutlich weniger Klicks generieren würde. Das verschafft Ihrer Anzeige mehr Effizienz.

4. Bestimmen Sie eine konkrete Zielregion für Ihre Anzeigen

Wenn Sie in erster Linie Kunden in Ihrer Region ansprechen wollen, sollten Sie vorgeben, dass Ihre Google Anzeige nur hier erscheint. Das verhindert Streuverluste, denn es ist unwahrscheinlich, dass ein potenzieller Kunde zehn oder mehr Kilometer weit fahren möchte, nur um etwas zu kaufen, was es auch in seiner Nähe gibt.

Um keine teuren Klicks zu verlieren, sollten Sie daher im Bereich „Einstellungen – Standorte“ vorgeben, in welcher Region Ihre Google Anzeige zu sehen sein soll.

Unter Umständen ist es auch sinnvoll, bestimmte Orte oder Länder auszuschließen, zum Beispiel, wenn Sie dorthin keine Lieferungen vornehmen.

5. Bestimmen Sie Zielgruppen für Ihre Google Anzeige


Ebenso wie den Standort oder die Region, in der Sie Ihre Google Anzeige schalten, können Sie vorgeben, welche Interessenten sie sehen sollen. In der Einstellung „Standortoptionen“ wird die Option „Nutzer in meiner Zielregion bzw. Nutzer, die sich dafür interessieren“ empfohlen. Das führt dazu, dass sie auch Interessenten gezeigt wird, die außerhalb Ihrer Region wohnen, wenn sie die entsprechenden Suchbegriffe eingeben.
Wenn Sie ausschließen möchten, dass Interessenten an zu weit entfernten Standorten angesprochen werden, sollten Sie die zweite Option „Nutzer in meiner Zielregion“ wählen.

Je nach Art eines Angebotes können beide Einstellungen in Frage kommen. Deshalb liegt es letztendlich bei Ihnen, diese Entscheidung nach Ihren Bedingungen individuell zu treffen.

6. Wählen Sie die richtigen Sprachen aus


Es liegt nahe, in der Rubrik „Sprachen“ die eigene Landessprache, also „Deutsch“ auszuwählen. Schließlich möchten Sie Interessenten aus Ihrer unmittelbaren Nähe ansprechen. Doch in vielen Fällen ist es geschickter, sich für die Vorgabe „Alle Sprachen“ zu entscheiden.

Der Grund liegt darin, dass viele Benutzeroberflächen von Google in englischer Sprache kommunizieren, weil sie professionell genutzt werden. Unternehmen, vor allem große Konzerne, sind weltweit aktiv und surfen üblicherweise mit englischen Browsern. Viele Nutzer sind zwei- oder mehrsprachig unterwegs und benutzen Englisch für technische Eingaben, geben ihre Suchbegriffe aber in Deutsch ein. Darauf sollten die Einstellungen für Ihre Google Ads Kampagne vorbereitet sein.

Wenn Sie sich trotzdem für eine bestimmte Sprache entscheiden, ist Google vielfach in der Lage, zu erkennen, dass ein Suchbegriff in einer anderen Sprache auf Ihr Angebot zutrifft und blendet es für diesen Nutzer ein.

7. Legen Sie Ihre Klick-Gebote selbst fest


Google Ads bietet verschiedene Gebotsstrategien. Eine der wichtigsten Einstellungen hierfür ist jedoch vorgegeben: Ein „Auto-optimierter CPC (Cost-per-Click)“macht es möglich, manuelle Gebote automatisch anzupassen, um möglichst hohe Conversionsraten zu erreichen. Eine vorgegebene Obergrenze, gültig für alle Keywords, verhindert dabei, dass das Budget überschritten wird. Das ist bei Kampagnen für große Anbieter sinnvoll, weil diese so leichter zu steuern sind.

Bei kleineren Kampagnen empfiehlt es sich, die Gebote für jedes Keyword selbst festzulegen. Damit ist es möglich, einzelnen Keywords durch höhere Gebote mehr Gewicht zu verleihen und damit Ihre Position zu verbessern. Mit den gewonnenen Erfahrungen können Sie die Effizienz Ihrer Google Anzeigen kontinuierlich steigern.

8. Erweitern Sie Ihre Google Anzeigen gezielt


Mit den richtigen Anzeigenerweiterungen können Sie die Klickrate Ihrer Anzeigen deutlich steigern. Sie fördern ihre Sichtbarkeit und bieten Interessenten durch zusätzliche Informationen weitere Anreize, sich mit Ihrem Angebot zu befassen.

9. Mehr Traffic durch klare Keyword-Optionen


Keyword-Optionen legen fest, wie klar eine Anzeige mit den Suchbegriffen der Nutzer übereinstimmen soll. Die am meisten verwendete Option „weitgehend passend“ verursacht große Streuverluste, darum sollte jedes Keyword sehr sorgfältig ausgewählt werden. Es sollte verhindern, dass ein Suchbegriff unterschiedlich interpretiert werden kann und seine Zielgenauigkeit dadurch verwässert wird.

10. Wachsende Effizienz durch permanente Optimierungen


Eine Anzeige ist gelungen, wenn sie regelmäßig auf der ersten Seite der Google-Suche erscheint. Dort sollte sie mindestens an zweiter, am besten an erster Stelle stehen, denn hier ist die Klickrate am höchsten.

Es empfiehlt sich, dass Sie wöchentlich mindestens zweimal die Gebote Ihrer Keywords überprüfen. Keywords mit einem Qualitätsfaktor unter 3 sollten Sie löschen, denn sie bremsen den Erfolg der Kampagne.

Testen Sie die Wirkung von Formulierungen. Schreiben Sie Texte um oder fügen Sie neue Text-Elemente ein, um zu sehen, welche die meisten Klicks generieren. Auf diese Weise verbessern Sie die Wirkung Ihrer Anzeige kontinuierlich – und das mit immer geringeren Kosten.

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